Der Neuanfang

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„Aller Anfang ist schwer“ heißt es. Doch was bedeutet überhaupt wenn man etwas neu beginnt? Und ist der Neuanfang vielleicht eine Illusion?

Jedenfalls bewegt man sich; Zeit und Raum erscheinen in unser Bewusstsein wie zuverlässige Konstanten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für unser Empfinden klar definiert. Es gibt eine Abfolge an Ereignissen, die sich katalogisieren lassen. Wenn man also subjektiv etwas „neu beginnt“ schließt man etwas aus der Vergangenheit in der Gegenwart ab, um in ihr oder in der Zukunft dafür etwas Neues zu beginnen.

Lässt man sich darauf ein, verfolgt man ein Ziel, ein Ideal, manchmal noch Schleierhaftes und manchmal lässt man sich einfach überrollen oder wird überrollt. Woran sich ein Neubeginn messen lässt, ist mit Sicherheit die Veränderung; eine davor noch unbekannte Freundin oder unbekannte Verhasste. Erscheint uns die Veränderung freundschaftlich gesinnt, haben wir den Eindruck, dass die Handlungen auf jeden Fall auf diese bestimmte Art und Weise passieren mussten. Ist die Veränderung allerdings eine Verhasste, fangen wir an uns zu fragen ob die Alternativen B, C und D nicht sinnvoller gewesen wären. Welchen Eindruck wir haben ist überhaupt nicht von Bedeutung, denn Tatsachen ungeschehen zu machen ginge theoretisch nur, wenn man die Zeit „zurückdrehen“ könnte.

Gibt es dann überhaupt „den Neuanfang“, oder ist jede Tat nur eine Folge aus einer Wirkung, die wiederum eine Wirkung zur Folge haben wird? Dann wäre jeder Neuanfang seit dem Urknall ein Gefangener und wir ebenfalls.

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