Die Selbstlüge

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Die Lüge, eine süße Verführung, eine süße Versuchung, eine Verbündete.

Die Lüge gibt es in unterschiedlichen Formen. Als gesellschaftlich verabscheute, verbrecherische Lüge, zum Beispiel. Oder als gesellschaftlich erwünschte soziale Lüge. Oder als gesellschaftlich tolerierte Notlüge. Die Selbstlüge hat, wie ich finde, ihre eigene distinkte Rolle, da sie meist auf die eigene Existenz gerichtet ist.

Sich selbst und anderen etwas vorzumachen, ist das vielleicht angeboren? Vielleicht brauchen wir diesen Schutz vor schmerzlicher Selbsterkenntnis, oder vielleicht auch die Illusion von einer subjektiv besseren Welt, in der unser Wille öfter als Sieger vom Platz geht. Eine Selbstlüge aufzubauen erfordert doch eigentlich immer die Kenntnis über die Wahrheit.

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